Die Hoppen-Scheune – Schmachtenhagen – Brandenburg

Von der äußeren Erscheinung der klassischen Brandenburger-Scheune nachempfunden, jedoch von der Materialität und seiner sonstigen Formsprache revolutionär. Ein Haus in dem ökologisches Bauen so konsequent wie möglich umgesetzt wurde und auf eine wunderbare Weise mit einer freien und spektakulären Gestaltung, Hand in Hand geht ohne dabei an Wohnbarkeit zu verlieren.
Ein Holzrahmenbau mit Strohballen ausgefacht, von außen durch eine Bretterverschalung gehalten und von innen mit Lehm verputzt. Die Fassade sowie auch das Dach ist mit segerauen und unbehandelten Lärchenbrettern ausgeführt. Bis auf die wasserführende Membran ein Wandaufbau aus reinen Naturmaterialien.
Ein Teil des Hauses ist für die mittlerweile sechsköpfige Familie als Wohnraum konzipiert, der andere Teil soll platz für den Aufnahmeraum des Papas und das Fotoatelier der Mama bieten.
Die großzügigen Räume mit zum Teil acht Meter Räumhöhe stellten eine besondere Herausforderung beim verputzen dar. Die Familie nahm sich über zwei Jahre Zeit um so viel Eigenleistung wie möglich einbringen zu können. Bei dem aufspritzen der 450 Quadratmeter Lehmputzes half Julia die Bauherrin. Sie schaufelte den Großteil der insgesamt 18 Tonnen in die Putzmaschiene und gen Ende verputzte sie sogar selbstständig. Eine schöne Zusammenarbeit und das Resultat kann sich sehen lassen.
Die sehr unregelmäßige Oberfläche der Strohballen benötigten zum Teil fünf Lagen Putz um sie glatt und gerade auszurichten zu können. Die Letzte Lage des recht feinkörnigen Unterputzes wurde mit dem Schwammbrett abgerieben um dann mit einer Kaseinfarbe von den Bauherren gestrichen werden zu können. So ist noch immer eine raue Struktur des Putzes zu erkennen.
Da nur die Außenwände und die Dachschrägen mit Lehm verputzt sind und die Innenwände mit großformatigen Seekieferplatten beplankt wurden entsteht ein schöner Kontrast weicher Oberflächen.

Noch nie waren wir an einem Projekt beteiligt an dem soviel Eigenleistung erbracht wurde und so ein schönes und auch spektakuläres Ergebnis zustande kam. In den zwei Jahren Bauzeit wuchsen Bauherrschaft, die Architekten und Handwerker eng zusammen und es entstand ein Haus dass an ökologischer Konsequenz und moderner Gestaltung seines gleichen sucht.

Vielen Dank für die schöne Bauzeit an Julia und Phillip sowie die MONO-Architekten aus Berlin.

Hoppen Panorama